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Montag, 12. August 2019

LL historisch

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Freitag, 19. Juli 2019

The last Escape

Teile dieses Films (46. - 52. Minute) wurden 1968 in LL gedreht. Ich war bei diesen Aufnahmen mehrere Tage dabei und sass bei den Schauspielern, dem tollen Stuntman (51. Minute - Sprung aus dem Fenster - das ganze Filmteam applaudierte !  ) und erlebte den damals noch jungen Kameramann Gernot Roll bei seiner Arbeit. Diese Tage im Sommer 1968 blieben mir in schöner Erinnerung.
Nun auf Youtube sah ich gerade erstmals den ganzen Film.

Dienstag, 2. Juli 2019

Das Klassenfoto


Das Klassenfoto

Erste Klasse der gemischten Knaben- und Mädchenvolksschule in Landsberg am Lech.
Ich stehe in der zweiten Reihe, der Dritte von links. Rechts über mir in Lederhose ist Ingo Lehmann, der nun der OB von Landsberg ist. Alle anderen habe ich aus dem Auge verloren. Denn ein Jahr später ging ich hundert Kilometer entfernt in eine andere Schule. Mein Vater wurde dahin versetzt.
Als ich dieses Foto wiederfand und diese Kinder und Gesichter sah, überlegte ich, welche Leben und Schicksale sich daraus entwickelt haben mögen. Was für Beziehungen und Ehen, wieviel Kinder und Enkel daraus entstanden sein mögen. Welche Vielfalt daraus sich entwickelt hat ? Welche Berufe, welche Interessen, wieviel Häuser, wieviel Leid? Wer davon lebt nicht mehr, wer ist wo und wie mag es diesen jetzt gehen?
Würden wir uns heute begegnen, kaum einer würde sich noch erkennen, vielleicht auch nichts zu sagen haben. Bei anderen gäbe es einen Ahaeffekt und intensive Gespräche.
Ich erlebte es vor Jahren, als ich zufällig welche aus der späteren Schulzeit wiedertraf. Einer meiner engsten Schulkameraden wurde Designer und war damit aber psychisch gescheitert. Ein anderer, den ich in der Schulzeit nicht mochte, war mir nun richtig sympathisch. Was hatte sich da alles verändert. Die Menschen, meine Wahrnehmung, ich.
Das Klassenfoto lässt rückwärts blicken, für einen Moment innehalten auf dem Weg, welcher letztlich weiterführt, ins Ungewisse unserer ewigen Wandlung.

Peter Burger
- 2008 -

- Nachtrag:  Gestern war ich in LL von einem Nachbar anlässlich seines 35. Geburtstag eingeladen. Da war auch seine Mutter anwesend und im Gespräch stellten wir fest, das wir damals in der gleichen Klasse waren. Sie ist auf dem Foto das Mädel in der vorderen Reihe ganz rechts :)

Dienstag, 13. November 2018

Geistertanz am Lech


Geistertanz am Lech

An den Steilhängen am Fluss
Gnome tanzen an sprudelnden Bächen
knistern verstohlen im Laub
erschrecken ängstliche Menschlein.

Als besonderer Ort 
gilt der tiefblaue Quelltopf
den man Teufelsküch nennt
wo Naturgeister sich treffen bei Nacht.

Wenn Nebelschwaden ziehen
vom Fluss die Berghänge hoch
ist Hexentreff aller Geister
welche tanzen durch die Nacht.

Die Menschlein erzittern
wenn es gurgelt aus Quellen
und Füsse rascheln im Laub
den grausig Schalk im Nacken spüren.

Den Geistern gefällts
damit die Irdischen verschwinden
um die Nacht auszukosten 
im unendlichen Schementanz.

Menschen am Lech
geht heim bei Nacht
verschliesst die Türen
damit Gnomen aussen sind.

Nur Ritter der Nacht
mit heilgem Schein 
durchschreiten das Dunkel
im Vertrauen göttlicher Kraft.

Da weichen die Gnomen und Geister
zurück in Quellen und Höhlen
wartend bis diese lichtvolle Gestalt
das feuchte Tal durchschritten hat.

Peter Burger


Wer am Lech geboren

Lechrain

Wer am Lech geboren
von Landsberg flussaufwärts
ist von eigenem Schlag
heut gebremst von Stauwehren.

Darunter braust noch der Strom
wild und ursprünglich
voll wilder Sagen 
vorbei am Land.

Bei Pitzling haust der Teufel
mit dem Mann ohne Kopf
gesehen in nebligen Nächten
mystisch verklärter Vergangenheit.

Heut blicken Wanderer
in tiefblaues Wasser
in kühlen Schluchten
wo Sonne kaum hin kommt.

Darunter ein Cafe mit Lechblick
wo einkehrt wer aufgeklärt
geniesst die Weite des Wassers
welche am Lechrain treibt.

Vergnügliche Freizeit
in erfrischender Natur
wo einst Flösser ums Leben bangten
getrieben vom reissenden Strom.

Beruhigt wirkt er brav
ohne alter Gewalt
solange das Eiswasser schweigt
von Wehren gebremst.

Eigener Lechrain
mit ursprünglichen Menschen
eigensinnig fröhlich
geprägt vom ruhenden Strom.

Peter Burger

Dienstag, 1. Mai 2018

Onkel Heiner



Mein Patenonkel Heinrich Hiesinger. Landwirt und Müller in Pitzling




Untere Reihe, zweiter von rechts mit Bierflasche


Hier mit seiner Frau Leni, Tochter Riggi und seinen beiden Schwestern Käthe und Sofia (meine Mutter)

Willi

Einst mit meinem Vetter Willi Hiesinger auf dem Traktor in der Unteteren Viehweide in Pitzling:
Rückblicke in längst vergangene Zeiten, als ich noch ein Bub war. . 

Flechtlein


Erna Flechtner, die wir liebevoll "Flechtlein" nannten, verstarb letztes Jahr mit über 90 Jahren. Als ich noch ein Kind war, kümmerte sie sich oft um mich, war für mich wie eine Gouvernante. Ihre offene fröhliche Natur hat unsere ganze Familie erfreut !!  Sie bleibt in meinem Herzen unvergessen.  (Bild unten in den Fünfzigerjahren: Der Bub rechts war ich)

Freitag, 8. Januar 2016

Weiter Blick


Der Lechstausee bei Pitzling

Letzte Spuren


Vor nun bald zehn Jahren ist mein Halbbruder Fritz Denninger verstorben.
"Big Fred !" 


Mein Patenonkel Heinrich Hiesinger
und Tante Leni


Grabstein meiner Eltern
und der Sippe davor


Meine Tante Käthe und Onkel Hans

1948: Engel der Landsberger Kinder










Kay Bice war nach dem Krieg ein ein Engel für notleidende Landsberger Kinder. Auch ein Stück Stadtgeschichte, was nicht vergessen werden sollte.  

Donnerstag, 20. November 2014

Care Pakete für LL

Auch ein Stück Stadtgeschichte ist die amerikanische Familie Bice, welche nach dem Krieg Care-Pakete aus ihrer Heimatstadt in den USA nach Landsberg schicken liessen. Meine Mutter konnte gut englisch und stellte damals den Kontakt zu der tief gläubigen Familie Bice her, welche mit der "Besatzungsmacht" in LL wohnte. Sie sahen die Not in der Bevölkerung und halfen sehr grosszügig. Die Freundschaft blieb bis zu Mutters Tod bestehen und das Ehepaar Bice besuchte noch ein paarmal LL 



Stadtpfarrer Niklas, meine Mutter
und John Bice 1976
Das Ehepaar Bice mit
meiner Mutter 1977
Meine Tante Käthe,
Hella von Nolcken,
meine Mutter, John Bice 1977
im Schloss Pöring.





Samstag, 28. Juni 2014

Am Stausee


Oben: In der Oberau mit Blick auf Pitzling. 
Der Junge mit der Hochwasserhose war ich einst.
 
Rechts: Der Stausee von Pitzling in Richtung Oberau gesehen.

Klein Helmut

Könnt ihr euch an Klein Helmut (Helmut Werner) vom Circus Krone und der Fernsehserie "Salto Mortale" erinnern?
Wusstet ihr, das er in Landsberg zur Schule ging und dort auch eine Lehre machte, bevor er den Weg zum Circus fand.
Er war ein Schulkamerad meines Bruders.
Geboren 1935 - lebt nun in einem Alten- und Pflegeheim in der Schweiz. Ich habe ihn dort im Jahr 2014 noch besucht, ein halbes Jahr später verstarb er. 

Die Gründung des Pitzlinger Schützenvereins 1954:
Untere Reihe der Zweite von rechts mein Onkel Heiner
- Heinrich Hiesinger, Bauer und Müller in Pitzling -

Besuch von Tante Käthe und Lisbeth






In der Nockerstrasse zu Besuch waren
Mutters Schwester Käthe und ihre Tochter Lisbeth

Rechts: Mutter blickt aus dem Fenster.

Gespenster

Gespenster
Noch nicht lange wohnten wir in dem Haus, das so freundlich auf dem Hügel steht, umgeben von Ulmen, die am Straßenrand zu ihm hinführen und von Apfelbäumen, Flieder- und Jasminbüschen auf dem Rasen des Gartens. Ungewohnt war uns noch, daß wir in einem Bau wohnen, der ganz aus Holz besteht und aus starken Bohlen gefügt ist, noch wußten wir nicht, fühlten es nur, daß wir in den Räumen von einem Material umgeben waren, das nicht wie der Stein erloschenes Leben ist, sondern noch einen Teil der atmenden Wärme und der verborgenen Lebenskraft enthält, die von den Bäumen stammt, aus denen es gewonnen wurde. In dem geräumigen Wohnzimmer, das wir gemütlich eingerichtet hatten, fühlten wir uns geborgen, wenn das warme Licht der Leselampe die hellen Tapetenwände erschimmern ließ und am gemaserten Holz der Kassettendecke verdämmerte.
Uns störte es auch nicht, wenn ab und zu ein Knistern zu vernehmen war, das sich gelegentlich irgendwo regte und das wir dem Umstand zuschrieben, daß die Winterkälte draussen und die ihr wehrende Ofenwärme das Balkengefüge zu fast unmerklichen Bewegungen veranlassen mochte, die ganz natürlich den physikalischen Gesetzen entsprachen. Nach einigen Wochen, als der Raum mit Wärme gesättigt war, schien sich das Knistern verloren zu haben. Vielleicht waren wir auch die Regungen gewöhnt, die allem Lebendigen, wozu auch unser Haus gehörte, eigen sind, so wie wir auch das Ticken der Schwarzwälder Uhr nicht mehr hörten, die in der Ecke unaufhörlich ihr Pendel bewegte.
Eines Nachts jedoch erwachten wir von einem neuen, bisher nicht gehörten Geräusch. Ein deutliches unaufhörliches Summen und Brummen war zu vernehmen, das uns unerklärlich war. Schließlich verließ ich das Bett und überzeugte mich, daß es mehr oder weniger in allen Räumen zu hören war. Ich trat auf den Balkon, in der Hoffnung, ausserhalb des Hauses die Ursache des Tönens zu ergründen. Doch tiefes Schweigen lag über der nächtlichen Natur. Der Rauhreif bedeckte wie mit Zuckerguss die Äste der kahlen Bäume und umkrustete die Drähte der elektrischen Leitungen, die nun im Mondlicht schimmerten wie Perlenschnüre. Eine empfindliche Kälte war in dieser Nacht hereingebrochen und ließ erst jetzt so recht erkennen, daß sich die Macht des Winters in grimmige Formen kleiden wollte.
Ratlos starrte ich hinauf zum fahlen Mond und fragte mich vergeblich, was das aufdringliche Summen zu bedeuten habe. Dabei fasste ich unwillkürlich den bereiften Draht ins Auge, der vom nächsten Mast zum Dach des Hauses führte. Auch von ihm schien ein feines Summen auszugehen, das dort sonst nie zu hören war. Rasch eilte ich hinauf unter den Dachstuhl und lauschte: Hier war das Summen fast ein Brausen und nun war mir alles klar. Der Rauhreif war dem elektrischen Strom, der unsichtbar durch die Drähte stürmte, ein Hindernis, das knisternd und brummend überwunden wurde.
Lachend erklärte ich meiner Frau das Phänomen, dessen Erklärung sie nicht rechtüberzeugen konnte. Darüber mißmutig geworden, wies ich mit sachlichem Ernst darauf hin, daß das das Haus sich ganz gut mit einer Geige vergleichen lasse. Wenn über dem hölzernen Gefäß ein Vibrieren erzeugt werde, könne ein Ton entstehen, der durch die Resonanz sich durch das ganze Haus verbreite. Es sei nur gut, daß solche Töne nur ausnahmsweise in Erscheinung träten, denn solcher Lärm entstünde, wenn alle Kräfte, die sonst schweigend und unbemerkt im Weltall ihr Unwesen treiben, plötzlich geräuschvoll ihr Dasein bekunden würden.
Das hatte sich im Winter ereignet. Nun war es Frühling geworden. Eines Abends, als ich, von einem heftigen Frühlingswind umwogt, nach Hause kam, wurde ich schon am Gartentor von meiner Frau mit Vorwürfen empfangen, warum ich so lange ausbleibe. Im Hause könne sie es allein nicht mehr aushalten, seit einer Stunde wisse sie nicht mehr, was in ihm vor sich gehe. Wortlos begaben wir uns in das Wohnzimmer, setzten uns in das abendliche Schweigen und lauschten.
Alsbald vernahmen wir ein diskretes, aber vernehmliches Klopfen, das sich unregelmäßig wiederholte und unerklärlich war. Zuweilen war es sogar, als ob Schritte auf dem Balkon dröhnten. Gespensterhaft neigten sich vor den Fenstern die Wipfel der Bäume im Winde. Ich dachte an (Borken-) Käfer oder Tiere, die sich irgendwie zu schaffen machten, doch machten sich gleichzeitig Erinnerungen an meine Jugendzeit breit, in der man mir von gespensterhaften Erscheinungen erzählt hatte. Es war kein Zweifel, daß sich meine Frau fürchtete und die Schauer dieser Furcht berührten auch mich. Mit Wehmut dachte ich daran, wie es sein würde, die liebgewonnenen Räume fernerhin nicht mehr zu bewohnen, wenn die Welt der Dämonen, der unkontrollierbaren Kräfte, hier Einzug halten würde. Doch ermahnte ich mich und wies daraufhin, daß man zunächst das Haus gründlich durchsuchen müsse. Bewaffnet mit einem Stock, zog ich durch alle Räume, lauschend und bereit, dem Störenfried entgegenzutreten.
Nichts fand sich, kein Mensch, kein Tier, kein Gegenstand, der sich bewegte. Von Neuem setzten wir uns hin und lauschten. Es klopfte und hallte beharrlich weiter, diskret und beharrlich, unheimlich genug. Draussen neigten sich die Wipfel der Bäume im Frühlingswind.
Ein Gedanke durchzuckte mich. Rasch erhob ich mich und trat hinaus. Die Nacht war mittlerweilen hereingebrochen. Ich schritt, lauernd und witternd wie ein Tier, das sich in Gefahr wähnt, um das Haus herum. Nicht regte sich. Tastend drückte ich die befestigten Fensterläden. Sie bewegten sich nicht, doch glaubte ich zu bemerken, daß sich einige um ein geringes gelockert hatten. So holte ich Holzstücke und trieb sie als Keil in die Lücken, so fest ich konnte. Als ich das Haus wieder betrat, waren die Geräusche verstummt. “Der Frühlingswind hat uns erschreckt”, sagte ich, “er hat die Fensterläden gelockert und damit Geräusche erzeugt, in einem Hause, dessen Holz gegen Geräusche empfindlich ist, wie das Gehäuse einer Geige.”
Seitdem sind die Gespenster endgültig verschwunden. Nichts stört mehr den Frieden des Hauses und würdevoll lagern die Bäume und Büsche um das Haus wie stille, friedliche Wächter. Wenn der sanfte Wind durch ihre Kronen rauscht und die Düfte ihrer Blüten in die Räume der Häuser trägt, dünkt uns alles gut.
Alfons Burger (Juni 1953)

Hitzlers

Verwandtschaftsbesuche:
Meine Lieblingstante Fanny und Onkel Hans Hitzler zu Besuch. Fanny liebte ich sehr und sie wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.


Fanny (5.7.1887 ; verst. 19.3.1982)    
Hans Hitzler (26.2.1887; verst. 13.2.1968)