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Dienstag, 1. Mai 2018

Onkel Heiner



Mein Patenonkel Heinrich Hiesinger. Landwirt und Müller in Pitzling




Untere Reihe, zweiter von rechts mit Bierflasche


Hier mit seiner Frau Leni, Tochter Riggi und seinen beiden Schwestern Käthe und Sofia (meine Mutter)

Willi

Einst mit meinem Vetter Willi Hiesinger auf dem Traktor in der Unteteren Viehweide in Pitzling:
Rückblicke in längst vergangene Zeiten, als ich noch ein Bub war. . 

Flechtlein


Erna Flechtner, die wir liebevoll "Flechtlein" nannten, verstarb letztes Jahr mit über 90 Jahren. Als ich noch ein Kind war, kümmerte sie sich oft um mich, war für mich wie eine Gouvernante. Ihre offene fröhliche Natur hat unsere ganze Familie erfreut !!  Sie bleibt in meinem Herzen unvergessen.  (Bild unten in den Fünfzigerjahren: Der Bub rechts war ich)

Freitag, 8. Januar 2016

Weiter Blick


Der Lechstausee bei Pitzling

Letzte Spuren


Vor nun bald zehn Jahren ist mein Halbbruder Fritz Denninger verstorben.
"Big Fred !" 


Mein Patenonkel Heinrich Hiesinger
und Tante Leni


Grabstein meiner Eltern
und der Sippe davor


Meine Tante Käthe und Onkel Hans

1948: Engel der Landsberger Kinder










Kay Bice war nach dem Krieg ein ein Engel für notleidende Landsberger Kinder. Auch ein Stück Stadtgeschichte, was nicht vergessen werden sollte.  

Donnerstag, 20. November 2014

Care Pakete für LL

Auch ein Stück Stadtgeschichte ist die amerikanische Familie Bice, welche nach dem Krieg Care-Pakete aus ihrer Heimatstadt in den USA nach Landsberg schicken liessen. Meine Mutter konnte gut englisch und stellte damals den Kontakt zu der tief gläubigen Familie Bice her, welche mit der "Besatzungsmacht" in LL wohnte. Sie sahen die Not in der Bevölkerung und halfen sehr grosszügig. Die Freundschaft blieb bis zu Mutters Tod bestehen und das Ehepaar Bice besuchte noch ein paarmal LL 



Stadtpfarrer Niklas, meine Mutter
und John Bice 1976
Das Ehepaar Bice mit
meiner Mutter 1977
Meine Tante Käthe,
Hella von Nolcken,
meine Mutter, John Bice 1977
im Schloss Pöring.





Samstag, 28. Juni 2014

Am Stausee


Oben: In der Oberau mit Blick auf Pitzling. 
Der Junge mit der Hochwasserhose war ich einst.
 
Rechts: Der Stausee von Pitzling in Richtung Oberau gesehen.

Klein Helmut

Könnt ihr euch an Klein Helmut (Helmut Werner) vom Circus Krone und der Fernsehserie "Salto Mortale" erinnern?
Wusstet ihr, das er in Landsberg zur Schule ging und dort auch eine Lehre machte, bevor er den Weg zum Circus fand.
Er war ein Schulkamerad meines Bruders.
Geboren 1935 - lebt nun in einem Alten- und Pflegeheim in der Schweiz. Ich habe ihn dort im Jahr 2014 noch besucht, ein halbes Jahr später verstarb er. 

Die Gründung des Pitzlinger Schützenvereins 1954:
Untere Reihe der Zweite von rechts mein Onkel Heiner
- Heinrich Hiesinger, Bauer und Müller in Pitzling -

Besuch von Tante Käthe und Lisbeth






In der Nockerstrasse zu Besuch waren
Mutters Schwester Käthe und ihre Tochter Lisbeth

Rechts: Mutter blickt aus dem Fenster.

Gespenster

Gespenster
Noch nicht lange wohnten wir in dem Haus, das so freundlich auf dem Hügel steht, umgeben von Ulmen, die am Straßenrand zu ihm hinführen und von Apfelbäumen, Flieder- und Jasminbüschen auf dem Rasen des Gartens. Ungewohnt war uns noch, daß wir in einem Bau wohnen, der ganz aus Holz besteht und aus starken Bohlen gefügt ist, noch wußten wir nicht, fühlten es nur, daß wir in den Räumen von einem Material umgeben waren, das nicht wie der Stein erloschenes Leben ist, sondern noch einen Teil der atmenden Wärme und der verborgenen Lebenskraft enthält, die von den Bäumen stammt, aus denen es gewonnen wurde. In dem geräumigen Wohnzimmer, das wir gemütlich eingerichtet hatten, fühlten wir uns geborgen, wenn das warme Licht der Leselampe die hellen Tapetenwände erschimmern ließ und am gemaserten Holz der Kassettendecke verdämmerte.
Uns störte es auch nicht, wenn ab und zu ein Knistern zu vernehmen war, das sich gelegentlich irgendwo regte und das wir dem Umstand zuschrieben, daß die Winterkälte draussen und die ihr wehrende Ofenwärme das Balkengefüge zu fast unmerklichen Bewegungen veranlassen mochte, die ganz natürlich den physikalischen Gesetzen entsprachen. Nach einigen Wochen, als der Raum mit Wärme gesättigt war, schien sich das Knistern verloren zu haben. Vielleicht waren wir auch die Regungen gewöhnt, die allem Lebendigen, wozu auch unser Haus gehörte, eigen sind, so wie wir auch das Ticken der Schwarzwälder Uhr nicht mehr hörten, die in der Ecke unaufhörlich ihr Pendel bewegte.
Eines Nachts jedoch erwachten wir von einem neuen, bisher nicht gehörten Geräusch. Ein deutliches unaufhörliches Summen und Brummen war zu vernehmen, das uns unerklärlich war. Schließlich verließ ich das Bett und überzeugte mich, daß es mehr oder weniger in allen Räumen zu hören war. Ich trat auf den Balkon, in der Hoffnung, ausserhalb des Hauses die Ursache des Tönens zu ergründen. Doch tiefes Schweigen lag über der nächtlichen Natur. Der Rauhreif bedeckte wie mit Zuckerguss die Äste der kahlen Bäume und umkrustete die Drähte der elektrischen Leitungen, die nun im Mondlicht schimmerten wie Perlenschnüre. Eine empfindliche Kälte war in dieser Nacht hereingebrochen und ließ erst jetzt so recht erkennen, daß sich die Macht des Winters in grimmige Formen kleiden wollte.
Ratlos starrte ich hinauf zum fahlen Mond und fragte mich vergeblich, was das aufdringliche Summen zu bedeuten habe. Dabei fasste ich unwillkürlich den bereiften Draht ins Auge, der vom nächsten Mast zum Dach des Hauses führte. Auch von ihm schien ein feines Summen auszugehen, das dort sonst nie zu hören war. Rasch eilte ich hinauf unter den Dachstuhl und lauschte: Hier war das Summen fast ein Brausen und nun war mir alles klar. Der Rauhreif war dem elektrischen Strom, der unsichtbar durch die Drähte stürmte, ein Hindernis, das knisternd und brummend überwunden wurde.
Lachend erklärte ich meiner Frau das Phänomen, dessen Erklärung sie nicht rechtüberzeugen konnte. Darüber mißmutig geworden, wies ich mit sachlichem Ernst darauf hin, daß das das Haus sich ganz gut mit einer Geige vergleichen lasse. Wenn über dem hölzernen Gefäß ein Vibrieren erzeugt werde, könne ein Ton entstehen, der durch die Resonanz sich durch das ganze Haus verbreite. Es sei nur gut, daß solche Töne nur ausnahmsweise in Erscheinung träten, denn solcher Lärm entstünde, wenn alle Kräfte, die sonst schweigend und unbemerkt im Weltall ihr Unwesen treiben, plötzlich geräuschvoll ihr Dasein bekunden würden.
Das hatte sich im Winter ereignet. Nun war es Frühling geworden. Eines Abends, als ich, von einem heftigen Frühlingswind umwogt, nach Hause kam, wurde ich schon am Gartentor von meiner Frau mit Vorwürfen empfangen, warum ich so lange ausbleibe. Im Hause könne sie es allein nicht mehr aushalten, seit einer Stunde wisse sie nicht mehr, was in ihm vor sich gehe. Wortlos begaben wir uns in das Wohnzimmer, setzten uns in das abendliche Schweigen und lauschten.
Alsbald vernahmen wir ein diskretes, aber vernehmliches Klopfen, das sich unregelmäßig wiederholte und unerklärlich war. Zuweilen war es sogar, als ob Schritte auf dem Balkon dröhnten. Gespensterhaft neigten sich vor den Fenstern die Wipfel der Bäume im Winde. Ich dachte an (Borken-) Käfer oder Tiere, die sich irgendwie zu schaffen machten, doch machten sich gleichzeitig Erinnerungen an meine Jugendzeit breit, in der man mir von gespensterhaften Erscheinungen erzählt hatte. Es war kein Zweifel, daß sich meine Frau fürchtete und die Schauer dieser Furcht berührten auch mich. Mit Wehmut dachte ich daran, wie es sein würde, die liebgewonnenen Räume fernerhin nicht mehr zu bewohnen, wenn die Welt der Dämonen, der unkontrollierbaren Kräfte, hier Einzug halten würde. Doch ermahnte ich mich und wies daraufhin, daß man zunächst das Haus gründlich durchsuchen müsse. Bewaffnet mit einem Stock, zog ich durch alle Räume, lauschend und bereit, dem Störenfried entgegenzutreten.
Nichts fand sich, kein Mensch, kein Tier, kein Gegenstand, der sich bewegte. Von Neuem setzten wir uns hin und lauschten. Es klopfte und hallte beharrlich weiter, diskret und beharrlich, unheimlich genug. Draussen neigten sich die Wipfel der Bäume im Frühlingswind.
Ein Gedanke durchzuckte mich. Rasch erhob ich mich und trat hinaus. Die Nacht war mittlerweilen hereingebrochen. Ich schritt, lauernd und witternd wie ein Tier, das sich in Gefahr wähnt, um das Haus herum. Nicht regte sich. Tastend drückte ich die befestigten Fensterläden. Sie bewegten sich nicht, doch glaubte ich zu bemerken, daß sich einige um ein geringes gelockert hatten. So holte ich Holzstücke und trieb sie als Keil in die Lücken, so fest ich konnte. Als ich das Haus wieder betrat, waren die Geräusche verstummt. “Der Frühlingswind hat uns erschreckt”, sagte ich, “er hat die Fensterläden gelockert und damit Geräusche erzeugt, in einem Hause, dessen Holz gegen Geräusche empfindlich ist, wie das Gehäuse einer Geige.”
Seitdem sind die Gespenster endgültig verschwunden. Nichts stört mehr den Frieden des Hauses und würdevoll lagern die Bäume und Büsche um das Haus wie stille, friedliche Wächter. Wenn der sanfte Wind durch ihre Kronen rauscht und die Düfte ihrer Blüten in die Räume der Häuser trägt, dünkt uns alles gut.
Alfons Burger (Juni 1953)

Hitzlers

Verwandtschaftsbesuche:
Meine Lieblingstante Fanny und Onkel Hans Hitzler zu Besuch. Fanny liebte ich sehr und sie wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.


Fanny (5.7.1887 ; verst. 19.3.1982)    
Hans Hitzler (26.2.1887; verst. 13.2.1968) 

Vater


Oben: Mein Vater ca. 1921


Links: Der Bub auf dem Stuhl war mein Vater (geb. 1899) dahinter Tante Fanny (Hitzler) Auguste (Schöttl) und meine Grosseltern habe ich nicht kennen gelernt, sie starben vor meiner Geburt. 


Mein Urgrossvater war ein Sägmühlenbesitzer im Allgäu bei Kempten und verspielte durch Grossmannssucht den Hof und Mühle. Daraus verarmte die Familie und der Grossvater musste sich als Taglöhner bei der Bahn verdingen. So kam er nach Landsberg und sie wohnten im Bahnhofsgebäude im ersten Stock.

Einschulung

Ein Schnappschuss aus 1957 (?)
Einschulung: Ingo Lehmann und ich
Davor der Schnauzer vom Schuhhaus Stark, 
der unbedingt mit aufs Bild wollte. 

Trixi

Trixi

Mir fiel dazu gerade wieder ein Erlebnis ein, als ich noch ein Kind war und wir in dem Holzhaus wohnten.
In der Nähe meiner Tante in der Trautweinstrasse wohnten Angehörige der US-Streitkräfte, welche zurück in ihre Heimat durften. Sie hatten einen Cocker-Spaniel, der nicht mit konnte und sie überlegten diesen zu erschiessen, wenn sich niemand dafür finden würde. Ich erfuhr davon und bettelte solange bei meinen Eltern bis "Trixi" zu uns kam. Als sie ankam sauste sie in voller Begeisterung die Treppen hoch und ich bekam mit ihr eine wunderbare Freundin. Da sie aber auch im Garten gerne Löcher buddelte, was meiner Mutter nicht gefiel, schauten sich meine Eltern nach einem anderen Platz um und fanden diesen bei eiiner Familie Zeller in in der Erpftinger Strasse. Dort durfte ich dann Trixi immer besuchen und ich sass oft bei ihr.
Dann wurde mein Vater nach Neu-Ulm versetzt und durch den Umzug ging der Kontakt zu Trixi verloren. Aber ich dachte immer an sie. Als ich Jahre später wieder mal nach Landsberg kam, ging ich zu dem Haus hin wo Trixi lebte und ein laut bellender Hund kam mir entgegen. Ich sprach Trixi an und konnte sie sofort über den Zaun hin streicheln und sie bellte nicht mehr, sondern begrüsste mich schwanzwedelnd. Die Besitzerin kam erregt aus dem Haus und rief warnende Worte aus, da sie mich nicht erkannte. Denn Trixi wurde oft von vorbeilaufenden Schülern geneckt und hatte schon einigen böse in die Finger gezwickt und gebissen.
Mich erkannte Trixi sofort an meiner Stimme und der alte Zustand war wieder da und es wurde ein wunderschöner Tag für mich mit Trixi.
Dann verging wieder eine lange Zeit bis ich wieder dorthin strebte. Da erfuhr ich dann, das wenige Wochen zuvor Trixi von einem gehässigen Menschen vergiftet worden war, der entsprechende Köder über den Zaun geworfen hatte.
Wenn ich an Trixi denke, wie jetzt gerade in diesem Moment, da wird es mir weich ums Herz und ich bin wieder in dieser besonderen Liebe zwischen Trixi und mir. Eine Erfahrung von Liebe, welche mich tief berührte. Eine besondere Seelenbegegnung welche ich nie vergessen werde.

Peter Burger

Samstag, 10. Mai 2014

ca. 1953 - 1957

Glücklichste Zeit meiner Kindheit in einem Isartaler Holzhaus mit Garten in der Nockerstrasse.







Sonntag, 16. März 2014

Begegnungen mit Landsberg

Interessantes Buch !
Daraus einige Textausschnitte:

1697: Ein Geograph aus Venedig beschreibt LL
Indem man neun Stunden lang (von Weilheim aus) den Weg über eine Hochebene, aber immer durch Waldteile, fortsetzt, kommt man nach "Lansperga", sechs Stunden von Augsburg, vierzehn von München entfernt, dem bayrischen Kurfürsten gehörig, der hier einen Landrichter bestellt und der zur Zeit Graf Fugger heisst. Die Stadt wählt jedoch noch einen anderen, der unter dem Titel eines Bürgermeisters regiert.
Landsberg ist von Hügeln eingekreist, durch die der mit Flößen befahrbare Lech eilens fliesst. Es ist umgeben von Mauern, von Gräben mit Fließendem Wasser, das ein paar Mühlen treibt. Es hat drei Tore, breite und lange Straßen mit ziemlich wohlgebauten Häusern. Es ist bewohnt von 3000 Personen (ihr Haupterwerb ist die Leinwandbearbeitung), versehen mit einem öffentlichen Männer- und Frauenspital, geschmückt mit neun Kirchen ohne die Pfarrkirche. Diese hat drei ziemlich schöne Schiffe, zwei Orgeln, ist (aber) düster bemalt........

In dem Buch auch der Hinweis aus 1492, das der Lech damals "Terlech" genannt wurde . Dagegen nannte ihn 1517 der Kardinal Luigi d`Aragona lateinisch Licius - übersetzt Leuch. Das Lechwehr wird als ungestümer reissender Wasserfall beschrieben.

Auch werden die Brunnen auf dem Marktplatz mit Begeisterung beschrieben: "Unter den Brunnen der Stadt fließt der auf dem Markt mit so großer Heftigkeit aus zehn oder zwölf Mündungen, daß er sechzehn oder achtzehn Fuß hoch springt. Man sieht in der Art kaum Schöneres."

1687: Auf dem Platz stehet ein künstlicher Röhrkasten mit dem schönsten Springwasser, welcher würdig wäre in einem Pallast gesehen zu werden ...

Bereits 1566 wird Burg Pöring und die Teufelsküche (Culina Diaboli) als Wasserfall beschrieben. Der Abstieg dorthin wurde als schwierig beschrieben und von Bächen umflossen. Diese flossen zwischen Felsen den Steilhang durch den Wald hinab zum Lech. Es gab damals keinen anderen Zugang dorthin.

Bereits 1796 wurde über eine neue Bergstrasse in LL nachgedacht, in etwa der heutigen Streckenführung, da es auf der Alten Bergstrasse, insbesondere im Winter, immer wieder zu schweren Unfällen kam.

In einem Zeitungsartikel von 1928 wird LL sogar mit dem spanischen Toledo verglichen.

http://www.amazon.de/Begegnungen-Landsberg-Lech-Reisebeschreibungen-Jahrhunderten/dp/3874374580/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1394985551&sr=8-1&keywords=Begegnungen+mit+Landsberg